Infektiopod 12 – Ebola

Ebolaviren sind kleine RNA-Viren der Filovirus-Familie. Die Ebola-Viruserkrankung (EVD), seit 1976 bekannt, ist eine der für den Menschen tödlichsten bekannten Erkrankungen. EVD kommt V.a. in West- und Zentralafrika vor wo im bislang größten Ausbruch 2014 – 16 über 11.000 Menschen an Ebola starben und es auch aktuell wieder einen großen Ausbruch gibt. Zu Therapie und Prävention von EVD sind in den letzten Jahren viele Substanzen erforscht worden. Till Koch und Marylyn Addo reden über Ebola.

Die drei für den Menschen gefährlichen Ebolaviren: Zaire (=EBOV), Sudan, Bundibugyo. New kid on the block (bislang nur in Fledermäusen): Bombali
Der Aufbau von EBOV: Die sieben Proteine NP-VP35-VP40-GP-VP30-VP24-L

Infektiopod 11 – Hepatitis E

Das Hepatitis E Virus (HEV), ein kleines ssRNA-Virus, kommt weltweit vor. Genotyp (GT) 1 & 2 v.a. in Afrika und Asien, GT3 in Nordamerika und EUropa, GT4 in Asien. GT1&2 werden durch Trinkwasser, GT3&4 durch Fleisch übertragen. Till Koch und Sven Pischke erläutern u.a. Epidemiologie, Klinik und Therapie der Hepatitis E.

Die HEV-Genotypen unterscheiden sich in Vorkommen, Übertragungsweg und klinischer Ausprägung:
HEV-GT1&2: Afrika, Asien, zT. Amerikas (GT2) – Trinkwasser – Gefahr für Schwangere
HEV-GT3&4: EU, Nordamerika, Asien (GT4) – Zoonotisch (Schweinefleisch, Muscheln) – bei Immunsuppression chronisch.

Infektiopod 10 – Buruli Ulkus

Der Buruli Ulkus, eine durch Mycobacterium ulcerans verursachte Hautinfektion, betrifft vor allem Kinder und Jugendliche <15J in Subsahara-Afrika. Nach einer ersten Hautläsion kann die Erkrankung fortschreiten und zum Teil erhebliche Morbidität, Behinderung und soziale Ausgrenzung zur Folge haben. Die Behandlung mit oralen Antibiotika ist oft erfolgreich. Till Koch und Till Omansen sprechen in dieser 10. Folge des Infektiopods über den Buruli Ulkus.

Infektiopod 07 – Clostridoides difficile

Clostridoides (ehem. Clostridium) difficile, sporenbildenden Darmbakterien, lösen Antibiotika-assoziierte Diarrhoen vor allem in Krankenhäusern aus. Die Diagnostik ist nicht ganz einfach und auf dem Feld der Therapie hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Till Koch und Stefan Schmiedel reden über die Clostridoides difficile Infektion (CDI).

Clostridium? Clostridoides? difficile!

Infektiopod 06 – Syphilis

Treponema pallidum, kleine korkenzieherförmige Bakterien, lösen die Syphilis (syn. Lues) aus, die 1493 plötzlich in Europa auftauchte. Kaum eine andere Erkrankung ist historisch so stigmatisiert und hat eine so vielfältiges klinisches Erscheinungsbild. Wie schon William Osler wusste: “He who knows syphilis knows medicine”. Till Koch und Thomas Meyer sprechen über die Syphilis.

Die Syphilis wurde im Christentum schon bald nach ihrer Entdeckung als Sünde stigmatisiert – Auswirkungen davon sind bis heute spürbar.
(„Das Christuskind straft die Menschheit mit Syphilis“, Holzschnitt von J. Grünpeck, 1496)
Lehrbuch-Einteilung der Syphilis entlang zweier Achsen:
– symptomatisch (I, II, III, IV) vs. asymptomatisch (=latent)
– früh (<1 Jahr nach Infektion) vs. spät (>1Jahr)

Infektiopod 04 – Schistosomiasis

Schistosoma, die Pärchenegel mit der immunologischen Tarnkappe, leben in Schnecken als Zwischenwirte und werden durch Kontakt mit Süßwasser auf den Menschen übertragen. Till Koch und Stefan Schmiedel diskutieren über die Schistosomiasis (Bilharziose), die durch die verschiedenen Schistosoma-Arten verursachten Wurmerkrankungen.

Infektiopod 03 – Loa Loa

Loa Loa, der Augenwurm, kommt in Zentral- und Westafrika vor und verursacht eine beachtliche Morbidität. Till Koch und Luzia Veletzky diskutieren über die Loiasis, eine Erkrankung die so wenig Beachtung findet, dass sie noch nicht einmal auf der WHO-Liste der neglected tropical diseases (NTD) steht.



Loa Loa Mikrofilarien in Giemsa-Färbung (20%). Durch den Trocknungsprozess sterben die Mikrofilarien, durch die Färbung sind sie dann jedoch sehr gut zu erkennen.


Loa Loa Mikrofilarie im Blutausstrich. Von Luzia Veletzky mit dem Handy durch’s Mikroskop gefilmt. Die Probe war über mehrere Stunden gekühlt, daher sind die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) etwas verklumpt und sehen „spaghettiförmig“ aus. In der Mitte erkennt man aber gut die (ungefärbte) Mikrofilarie